Get Shit Done – Real Life Strategien für echte Erfolge. Kein Tricks.

Philipp Rauscher

Wusstest du dass bis zu 50% deines Handelns unbewusst abläuft? Jede zweite Handlung in deinem Leben kann ein Akt der Gewohnheit sein. Du denkst nicht darüber nach. Es passiert einfach. Und wusstest du dass Informationen daran nichts ändern? Wenn du also Probleme hast deine Ziele zu erreichen oder deine Diät einzuhalten oder irgendetwas in deinem Leben zu verändern, dann bringt es so gut wie nichts, sich einfach nur noch mehr mit der Thematik zu beschäftigen.

Ich habe bereits in einem anderen Blog Beitrag darüber geschrieben, dass es förmlich erschreckend ist, wie viel Wissen sich viele Menschen angeeignet haben im Fitness Bereich. Hier rennen nun eine ganze Menge neuer Sport- und Ernährungswissenschaftler herum, die leider für all das Wissen keinen Abschluss haben. Obwohl viele einen verdient hätten. Leider ändert das nichts an der Thematik, dass es immer noch viel zu wenige Menschen gibt, die das was sie lernen auch wirklich umsetzen können. Schuld daran sind unsere Gewohnheiten.

 

Die Macht der Gewohnheiten

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen die wir regelmäßig ausüben. Sie geben uns Stabilität im Leben. Sowohl unser Gehirn als auch wir als gesamte Individuen wären schlicht weg vollkommen überfordert mit dem Leben, wenn wir keine Gewohnheiten hätten. Deutlich wird dies, wenn uns irgendein Schicksalsschlag ereilt. In solchen Momenten werden wir vollkommen aus unseren Gewohnheiten herausgerissen. Das kann uns schnell den Boden unter den Füßen rauben. Wir sind plötzlich mit allem überfordert und verlieren komplett den Halt. Denn plötzlich ist nichts mehr wie es war. Alles ist anders. Wir müssen bewusst über Dinge nachdenken die bisher im Autopiloten gelaufen sind. Wir müssen bewusste Entscheidungen treffen.

 

Der Energiesparprozess

All das ist für unser Gehirn anstrengend. Denn plötzlich müssen Areale in unserem Gehirn arbeiten, die eigentlich nur für komplexe Vorgänge und Denkmuster zuständig sind. Gehen wir noch einmal zur eingangs gestellten Frage zurück, dann wird schnell klar, welche Menge an neuen Daten die verarbeitet werden müssen hier auf unseren „Denkmuskel“ einprasseln. Plötzlich sind Dinge wie Konzentration gefragt. Das kostet Energie. Etwas das unser Gehirn unbedingt einsparen möchte. Man kann nun nicht unbedingt sagen dass unser Gehirn faul ist. Es arbeitet 24 Stunden am Tag. Und genau deshalb sucht es immer wieder nach Möglichkeiten der Entlastung. Gewohnheiten sind hier perfekt geeignet.

Genau das kann auch gezeigt werden. Bei komplexen neuen Aufgaben arbeitet das Hirn noch sehr stark. Die messbaren Hirnaktivitäten sind sehr hoch. Bei Gewohnheiten ändert sich all das ein Bisschen. Plötzlich ist nur noch ein „Klumpen“ im Inneren des Gehirns aktiv. Es handelt sich dabei um die Basalganglien. Sie schalten den Automatismus ein. Während Gewohnheiten ablaufen sind die Basalganglien, die zum Beispiel auch für Bewegungsmuster zuständig sind, aktiv. Der Rest des Gehirns ist im Stand-by-Modus. Plötzlich müssen wir nicht mehr über grundlegende Dinge nachdenken. Die Gewohnheiten nehmen jetzt die Aufgabe eines Navigationsgerätes ein. Sie führen uns durchs Leben.

 

Steuerung: unmöglich

Nun kommen wir dem eigentlichen Problem aber schon einen ganzen Schritt näher. Gewohnheiten haben ein Problem: wir können sie nur bedingt steuern. Denn die Steuerung unseres Verhaltens liegt in dem Teil des Gehirns abgelegt, welchen wir nicht bewusst steuern können. Wir haben keinen direkten Einfluss. Man kann Gewohnheiten auch mit einer Art milden Sucht vergleichen. Das macht die Sache auch schon deutlich: es ist nicht einfach Gewohnheiten zu durchbrechen und zu verändern.
 



 

Wir wollen belohnt werden

Grundsätzlich sind Gewohnheiten immer in kleinen Schleifen aufgebaut. Es existiert ein Auslösereiz, anschließend folgt die Routine und am Ende kommt die Belohnung. Den Auslösereiz oder Trigger nehmen wir aktiv wahr. Auf die Belohnung freuen wir uns. Nur wegen ihr machen wir überhaupt irgendetwas. Auch sie nehmen wir aktiv wahr. Alles was dazwischen ist jedoch nicht. Hier kann sich unser Gehirn ein wenig ausruhen. Es handelt sich also um eine permanente Wechselbeziehung aus Trigger, Routine und Belohnung. Je öfter wir diesen Prozess durchlaufen, desto weiter dringen wir zu den Basalganglien vor.

Wenn wir genau das wissen, dann haben wir nun aber natürlich auch das Wissen einen Plan zu schmieden. Wichtig dabei: es ist einfacher und effektiver neue Gewohnheiten auszuprägen anstatt alte loszuwerden. Denn wie beschrieben. Wir haben keinen direkten Einfluss auf unsere Basalganglien. Dort sitzt unser Verhalten aber verankert. Anstatt sich also Dinge zu verbieten oder zu versuchen zu unterdrücken, macht es mehr Sinn, lediglich die Routine zu tauschen. Wobei auch das leichter gesagt als getan ist. Oder die alten Auslösereize komplett zu vermeiden um gar nicht erst in die Problematik der ablaufenden Routine zu kommen.

 

So änderst du deine Gewohnheiten

Da ich annehme dass du hier bist weil du dich für Training und Ernährung interessierst. Daher möchte ich dir gleich ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Bei Ernährungsumstellungen geht man teilweise davon aus, dass es bis zu 3 Jahren dauern kann bis ein neues Ernährungsverhalten stabil integriert ist. Mache dir das also bitte unbedingt bewusst bevor du dich für das nächste „12-Wochen-from-Zero-to-Hero“-Programm entscheidest. Es wird zwar funktionieren. Aber eben nur 12 Wochen lang. Zugegeben. Nach etwa 60 Tagen kann man schon von der Ausprägung von Gewohnheiten sprechen. Stabil ist das aber noch nicht. Es überdeckt die alten Gewohnheiten nur ein wenig. Überlege dir also bevor du dich für ein Programm oder eine Diät entscheidest, ob du auch langfristig damit klar kommst. Wenn nicht…fang gar nicht erst an. Es ist Zeitverschwendung. Zeitverschwendung wie man sie heutzutage in einer Vielzahl sieht. Leider.

 

So schaffst du es wirklich Veränderungen umzusetzen

Das Erfolgsrezept zur Veränderung von Gewohnheiten liegt darin, das neue gewünschte Verhalten mit einem Auslösereiz zu koppeln. Anfänglich sind das bewusste Vorgehensweisen. Sie laufen eben noch nicht nebenher. Deshalb ist es auch schwierig und zeitintensiv Gewohnheiten zu verändern. Und funktionieren wird es ohnehin nur dann, wenn du dir auch die entsprechende Belohnung dazu überlegst. Erst dann wird eine wirkliche Routine daraus. Du musst versuchen ein echtes Verlangen zu erzeugen.

Nehmen wir ein mit Sicherheit funktionierendes Beispiel: dein Training. Du wirst sehr wahrscheinlich gewohnte Trainingstage haben. Was wenn sich hier etwas ändert? Oder noch schlimmer: wenn du dir nun in diesem Moment sagst „Kein Training für die kommenden beiden Wochen“. Das wird wahrscheinlich hart sein. Du wirst das Verlangen haben deine Trainingsroutinen einzuhalten und es wird schwierig in gewohntem Umfeld dies nicht zu tun. Gehst du hingegen in den Urlaub, verlässt deine gewohnte Umgebung also, wird das alles plötzlich einfach. Die Auslösereize fehlen. Gewohnheiten werden nicht angetrieben.

Sehen wir ja auch bei der Ernährung. Es fällt uns wahrscheinlich ganz einfach im Urlaub ein komplett anderes Ernährungsverhalten zu verfolgen. Kaum sind wir aber wieder zu Hause und den üblichen Auslösereizen ausgesetzt, fallen wir in unsere alten Muster zurück.

 

Warum ist es für viele so leicht Diät zu halten?

Es gibt so viele Personen denen es extrem leicht fällt eine Diät zu halten. Es gibt sogar Wettkampfbodybuilder die eine Wettkampfvorbereitung scheinbar vollkommen stressfrei durchlaufen während andere wiederum am Rand einer Lebenskrise wandeln, bis sie endlich am entsprechenden Wettkampftag angekommen sind. Wie kann das sein?

Meist fällt es genau den Personen einfach eine Diät zu halten, die es gewohnt sind sich „clean“ zu ernähren oder die schon gesundheitspositives Verhalten an den Tag legen. Wer eher dem Prinzip „Dirty Bulking“ folgt, für den wird eine Diät eine stärkerer Einschnitt in die Gewohnheiten sein und es wird immer schwieriger mit gleich mehreren Gewohnheiten zu brechen.

Das beschreibt nun auch, warum IIFYM mit ständig variierender Lebensmittelauswahl nicht immer nur Segen sondern oftmals auch Fluch sein kann. Es kommen keine Routinen zustande. Wir müssen permanent bewusst entscheiden. Wir müssen mitdenken und uns anstrengen. Der Autopilot kommt nie zum Laufen. Das ist sehr hart.

 

Das kannst du aktiv tun!

Versuche niemals mehr als eine Gewohnheit aus einzelnen Bereichen zu verändern. Andernfalls musst du dich für zu lange Zeit aus dem Autopiloten über den Tag entziehen. Es wird also massiv viel anstrengender. Versuche zunächst Dinge zu verändern die dir leicht fallen. Dinge die nah an deinen Gewohnheiten sind. Genau darum geht es beispielsweise auch in meinem Simplify&Win Masterkurs. Und genau so gehe ich mit meinen Coachees vor. Wir suchen uns Gewohnheiten und Möglichkeiten die perfekt zum eigenen Alltag passen. Die anderen Gewohnheiten nicht im Wege stehen. Wir beginnen sozusagen mit dem Weg des geringsten Widerstandes und steigern uns dann nach und nach nach oben. Auch wenn das nicht sehr sexy, spannend oder innovativ klingt. Es ist der einzige Weg der dauerhaft zu Erfolg führen kann.

Wichtig ist es aber auch, dich in die richtige Startposition zu bringen. Nur wenn drei Dinge gegeben sind, kannst du wirklich dein Verhalten verändern und deinen neuen Lifestyle genießen. Ich teile diese drei Dinge und meine Erfahrungen sehr gerne mit dir. Bitte dich aber dafür dich in das untenstehende Formular einzutragen um dir alle notwendigen Informationen und eine kostenlose Coaching Video Einheit zukommen lassen zu können. Anschließend wirst du in der Lage sein, deinen langfristigen Erfolg noch heute einleiten zu können.
 



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